Materialien - PUBLIKATIONEN
![]() |
Simone Labs: |
Simone Labs stellt in diesem von der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg–Vorpommern herausgegebenen Buch Menschen vor, die zu Zeiten der DDR in der sog.
“5km–Sperrzone“ lebten. Nur mit Hilfe eines speziellen Passierscheines gelangte man damals in dieses „Niemandsland“ vor der innerdeutschen Grenze. Simone Labs ist in diesem ehemals unzugänglichen Streifen Westmecklenburgs auf die Suche gegangen, um noch heute hier lebende Zeitzeugen nach ihren Erinnerungen an die Zeit und über das damalige Leben im Sperrgebiet zu befragen. |
![]() |
Karen Meyer–Rebentisch (Hg.): Schwerin 2009, 181 Seiten, Thomas Helms Verlag. |
In 14 Interviews berichtigen Lübecker und Nordwestmecklenburger vom Leben an der innerdeutschen Grenze von der Zeit vor und während des Mauerbaus, der Abriegelung der DDR und ganzer Ort– und Landschaften bis hin zur Wendezeit 1989/90, den Hoffnungen und Ernüchterungen auf dem schwierigen Weg zur inneren Einheit. Dass die historische Zäsur eine Veränderung des Alltags nahezu aller Ostdeutschen bis ins Detail nach sich zog und dass eine Würdigung gerade dieser Tatsache ein wichtiger Markstein für eine weitere Annäherung der Menschen in Ost und West ist, hebt Karen Meyer–Rebentisch stellvertretend für die Interviewten hervor. |
![]() |
Stefan Wolle: |
Die Dokumentation der vielgestaltigen Protest– und Widerstandsaktionen gegen die sowjetische Intervention in Prag im August 1968 in der DDR, der Bruch der Hoffnung auf eine Reformierbarkeit des sozialistischen Systems und der gelungene Brückenschlag zwischen „1968“ und „1989“ durch Stefan Wolle sind die Glanzlichter der vorliegenden Publikation, die sowohl im Hinblick auf bestimmte Aspekte der DDR–Geschichte und der Wendezeit sowie dem Prozess der Deutschen und inneren Einheit gewinnbringend gelesen werden kann. |
![]() |
Werner Müller, Fred Mrotzek, Ines Soldwisch: |
In dem hier vorliegenden Katalog zur gleichnamigen Fotoausstellung wird der Umbruch 1989/90 dokumentiert und dies, indem vor allem der Norden in der Wendezeit in den Fokus der Betrachtung gerückt wird. Wider dem gängigen Vorurteil der aktiven Bürger des „Südens“ der DDR, die das System ins Wanken brachte, und des „roten Nordens“, der die Prozesse erst zeitversetzt durchlief, versucht diese Dokumentation auch eine differenzierte Analyse entgegenzustellen und diesem Gegensatz, wo vorhanden, die zugehörigen Rahmenbedingungen zuzuordnen. |
![]() |
Udo Wengst, Hermann Wentker (Hgg.): Berlin 2008, 384 Seiten, ZpB. |
„Mit dem Beginn des Kalten Krieges etablierten sich in Deutschland zwei konträre, miteinander konkurrierende politisch–gesellschaftliche Systeme. Aus dem geteilten Deutschland wurde das doppelte Deutschland. Trotz der sich vertiefenden Spaltung verloren sich die beiden deutschen Gesellschaften jedoch nie aus dem Blick. |
![]() |
Günter Schabowski: Rostock 2009, 92 Seiten, ß Verlag & Medien. |
„Vorliegendes Werk aus der Feder von Günter Schabowski entstand auf der Grundlage von Vorträgen, die der Autor 2006 gehalten hat. Günter Schabowski, bis 1989 Mitglied im Politbüro der SED, gibt einen schonungslosen und selbstkritischen Einblick in die auch von ihm verantwortete Politik der SED und in die Mechanismen der Macht in DDR. |
![]() |
Sandra Pingel-Schliemann: Schwerin 2008. |
Die Autorin schildert in ihrem Buch zwanzig Lebenswege von Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern, die in den Jahren 1959 bis 1989 den verschiedensten Verfolgungsmechanismen des Ministeriums für Staatssicherheit ausgesetzt waren: oft mit traumatischen Folgen. |
![]() |
Jörg Herrmann: Doppel-DVD, Deutschland 2007. |
Inmitten der Kleinstadt Neustrelitz betrieb die Stasi zwischen 1953 und 1987 eine Untersuchungshaftanstalt. Im Interview mit Betroffenen und einem Historiker spürt Filmemacher Jörg Herrmann nach, wie die politische Haft in der DDR funktionierte. Neben dem Dokumentarfilm stehen auf der Doppel-DVD auch Textdokumente und weitere Filmaufnahmen zur Verfügung, die zur Vertiefung des Themas in der politischen Bildungsarbeit eingesetzt werden können. |
![]() |
Friederike Pohlmann: Schwerin 2009. |
Nach der vielbeachteten NDR-Dokumentation „Hotel der Spione“ von Wolfram Bortfeldt und Friederike Pohlmann legt die Co-Autorin des Films nun weitere Recherche-Ergebnisse zur geheimen DDR-Geschichte des Neptun-Hotels Warnemünde in Buchform vor. |
![]() |
Die Landesbeauftragte M-V für die Stasi-Unterlagen (Hrsg.) mit freundlicher Unterstützung des NDR Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern: Begleitheft (Autorin: Uta Rüchel), 114 Seiten, zahlreiche Abbildungen. |
Seit 2000 betreibt die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen mit großem Erfolg das Projekt „Die DDR im Schulunterricht“. Bei zahlreichen Unterrichtseinheiten, Projekttagen und Lehrerfortbildungen wurde dabei einerseits das große Interesse an der jüngsten Vergangenheit deutlich. Andererseits zeigte sich bei den Lehrerinnen und Lehrern auch der große Bedarf an fachlicher und didaktischer Unterstützung. Gerade beim Umgang mit der DDR-Geschichte herrschen vielerorts noch Unsicherheit und Berührungsängste. |